Geschichte

Die Zeit nach dem II. Weltkrieg bis 1990


Nach dem II. Weltkrieg wurde die Betriebsführung bei der Eisenbahn von den Alliierten übernommen, jedoch kurz darauf wieder an deutsche Stellen übertragen. Für jede Besatzungszone wurde eine Eisenbahn-Zentralbehörde eingerichtet. Die Zentralbehörden der amerikanischen und der englischen Zone wurden am 1. Oktober 1946 vereinigt und zusammen nach Frankfurt am Main verlegt. Daraus entwickelte sich die Deutsche Bundesbahn. In der sowjetischen Zone wurde die Bezeichnung Deutsche Reichsbahn beibehalten.


Die Deutsche Reichsbahn übernahm auch die Schwarzatalbahn und reihte sie unter der Streckennummer 563 in das Kursbuch ein. Die Verantwortung für die Betriebsführung hatte die Reichsbahndirektion (RbD) Erfurt.
Mitte der 60er Jahre gab es in der DDR auf einigen, für den Eisenbahnbetrieb unrentablen Strecken einen "Verkehrsträgerwechsel". Auf der Strecke Köditzberg-Königsee wurde am 1. August 1966 der Personenverkehr und zum 31. Dezember 1972 der Gesamtverkehr eingestellt. Kurz darauf wurde die Strecke abgebaut. Lediglich das Empfangsgebäude des Bahnhofs Königsee und die „Bahnhofsstraße" in Königsee zeugen heute noch vom einstmals vorhandenen Bahnanschluß der Stadt.


Während des Winterfahrplans verkehrten auf der Schwarzatalbahn vier bis fünf Personen- und neun bis zwölf Güterzüge pro Tag. Nach dem Fahplanwechsel zum Sommerfahrplan waren es ca. acht Personen- und sechs bis zehn Güterzüge pro Tag.
In der Zeit vom 1. April 1971 bis zum 12. Juli 1971 war die Strecke ab Schwarzburg zeitweise wegen Streckenarbeiten gesperrt. Der Bahnhof Köditzberg ist nur noch von 5.00 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt.


Während Anfang der 80er Jahre noch lebhafter Betrieb auf der Schwarzatalbahn herrscht, kommt es nach der politischen Wende in der DDR und der Wiedervereinigung der deutschen Bahnen zu einem starken Verkehrsrückgang. Mit der Industrie der Region stirbt der Güterverkehr. Das private Kfz. läßt immer weniger Personen mit der Bahn fahren. So wird auch der Personenzugverkehr ausgedünnt.

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