Geschichte

Land unterstützt Bahn bei Ausbau der regionalen Schieneninfrastruktu
Pressemitteilung auf www.thueringen.de

 

Schuster: In diesem Jahr 233 Millionen für ÖPNV-Investitionen

 

Mit 34,2 Mio. DM unterstützt das Wirtschaftsministerium in diesem Jahr die Deutsche Bahn beim Aus- und Neubau des regionalen Schienennetzes und der Bahnhöfe. „Ein leistungsfähiger Schienenverkehr ist ein entscheidender Standortfaktor“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster heute in Erfurt. Deshalb fördere das Land die Bahn beim Erhalt und Ausbau ihrer Schieneninfrastruktur. „Das Wirtschaftsministerium stellt seit Jahren erhebliche Fördermittel für diesen Zweck bereit – und verfolgt damit ein langfristiges Infrastrukturprogramm, das der Thüringer Wirtschaft zugute kommt.“

Die in diesem Jahr bereitgestellten Investitionsmittel flossen vor allem in das Sonneberger Netz, die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, die Harzer Schmalspurbahn, die Streckenabschnitte Gera – Greiz, Weida – Mehltheuer, die Sanierung des Bahnhofs Gispersleben sowie in das sog. Langsamfahrstellen-Beseitigungsprogramm.

 

Für das nächste Jahr stehen außerdem folgende Infrastrukturvorhaben auf der Tagesordnung:

Beginn des Ausbaus der Abschnitte

  • Sömmerda – Kölleda auf der Strecke Straußfurt – Großheringen, der sog. „Pfefferminzbahn“
  • Kühnhausen – Bad Langensalza * Bretleben – Sondershausen, die sog. „Kyffhäuserbahn“
  • Gotha – Gräfenroda im Abschnitt Crawinkel – Gräfenroda
  • Veilsdorf – Eisfeld

sowie weiterer Ausbau

  • des Streckenabschnitts Weida – Mehltheuer
  • der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn
  • sowie des „Sonneberger Netzes“ mit den Strecken Eisfeld – Sonneberg – Ernstthal a.R. – Neuhaus am Rennweg.

Das Wirtschaftsministerium wird die Ausbauvorhaben auf diesen insgesamt 120 km langen Strecken im Jahr 2002 mit 40 Mio. DM unterstützen. Davon entfallen allein 24 Mio. DM auf das Sonneberger Netz und 13 Mio. DM auf die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn. Hinzu kommen weitere Mittel für das Langsamfahrstellen-Beseitigungsprogramm sowie Planungsmittel für die mit der Umsetzung der Sanierungsvorhaben beauftragten Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

Das im Regionalverkehr befahrene Schienennetz in Thüringen umfasst 1515 km. Die Zahl der täglich beförderten Personen stieg von 95 000 im Jahr 1997 auf ca. 115 000 im vergangenen Jahr – eine Steigerung um rund 20%.

Im Rahmen des sogenannten ÖPNV-Investitionsprogramms des Freistaats Thüringen standen insgesamt in diesem Jahr 233 Mio. DM zur Verfügung, die neben der Streckensanierung im Schienennahverkehr auch für den Ausbau der fünf Thüringer Straßenbahnnetze, den Neu- und Ausbau von Betriebshöfen und Werkstätten sowie für den Neukauf von Omnibussen, Straßenbahnen und Schienenfahrzeugen eingesetzt wurden. Seit 1991 sind rund 1,7 Mrd. DM in die Thüringer Nahverkehrsinfrastruktur geflossen. „Dennoch brauchen wir ein höheres Tempo beim Schienenausbau“, forderte Minister Schuster. Dabei stehe vor allem der Bund in der Pflicht.

 

Stephan Krauß

raanzer.de