Geschichte

Steilste Bergbahn wird saniert

 

Montag 25. Juni 2001, 14:32 Uhr

Mehdorn und Schuster unterzeichnen Verkehrsvertrag Lichtenhain (AP)

 

Die steilste Standseilbahn der Welt für Normalspurwagen, die «Oberweißbacher Bergbahn» in Thüringen, soll saniert und langfristig gesichert werden. Bahnchef Hartmut Mehdorn und der thüringische Wirtschaftsminister Franz Schuster unterzeichneten dazu am Montag in Lichtenhain einen Verkehrsvertrag, der auch die 1900 in Betrieb genommene Schwarzatalbahn von Rottenbach nach Katzhütte einschließt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind zur Modernisierung und Sanierung des insgesamt rund 30 Kilometer langen Streckennetzes der «Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn» Baukosten in Höhe von 14,4 Millionen Mark erforderlich, davon rund ein Drittel für die 1,4 Kilometer lange 1923 errichtete Standseilbahn.

In dem einzigartigen technischen Denkmal muss die Antriebstechnik grundlegend modernisiert werden, wie ein Bahnsprecher sagte. Dabei sollen typische Besonderheiten wie die in Europa einmalige Anordnung der Treibscheiben erhalten bleiben. Auch die Personenwagen würden rekonstruiert, hieß es.

Die «Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn» soll künftig wie ein mittelständisches Unternehmen unter dem Dach der Deutschen Bahn geführt werden. Mit der im vergangenen Jahr gestarteten Mittelstandsoffensive will die Deutsche Bahn ihren Kunden ein attraktives Verkehrskonzept anbieten und bis zu 30 Prozent Kosten sparen. Nach der Kurhessenbahn und dem sächsischen Erzgebirgsnetz wurde in Thüringen nunmehr das dritte derartige Netz eröffnet. Bundesweit würden insgesamt 43 Regionalschienenstrecken mit rund 9.000 Kilometern Länge untersucht, sagte ein Bahnsprecher.

raanzer.de