Strecke

II. Köditzberg

Im ehemaligen Bahnhof Köditzberg zweigte die Strecke nach Königsee ab. Die Struktur der Bahnhofs- bzw. Gleisanlagen ist noch gut nachvollziehbar. Der Bahnhof besaß einen Haus- und einen Inselbahnsteig, sowie ein Lade- und Umfahrgleis. Zur Sicherheit war die Einfädelung der Strecke von Königsee durch eine Schutzweiche mit anschließendem Schutzgleis versehen.
Als Kreuzungs- bzw. Abzweigbahnhof hatte Köditzberg eine große Bedeutung für die Str
ecke. Das sieht man auch an den Bahnhofsbauten. Das Empfangsgebäude ist größer als die übrigen Empfangsgebäude der Strecke, sieht man einmal von dem Repräsentationsbahnhof Schwarzburg ab. Am Empfangsgebäude sind noch die Bahnhofsschilder „Köditzberg" vorhanden. Auch die Anschriften „Fahrkarten" und „Wartesaal" sind noch zu erkennen.
An das Gebäude schließt sich ein kleiner Güterschuppen an, der über eine beidseitige Rampe (Schiene und Straße) sowie über eine Auffahrt verfügt und so für ein mittleres Verkehrsaufkommen ausgelegt ist.
Das Obergeschoß des Empfangsgebäudes bietet ausreichend Platz für eine große Familie. Auch der Stall, der Schuppen und der großzügig angelegte Garten sind für die Selbstverpflegung des Bahnhofsvorstehers und seiner Familie bestens geeignet. Vermutlich in den Jahren 1995/96 sind neue Fenster und Türen eingebaut worden.
Der kleine Schuppen neben dem Empfangsgebäude wird heute nur noch zur Lagerung von Lattenzäunen und für Altpapier genutzt. Zwischen dem Altpapier liegt auch noch das Gehäuse der alten Bahnhofsuhr des Empfangsgebäudes. Im daneben liegenden Stall sind noch alte Kaninchenställe erhalten, ansonsten ist er heute unbenutzt. Hinter dem Stall lagert eine Menge Schrott, darunter befindet sich unter anderem ein alter Lampenschirm der Bahnhofsbeleuchtung. Zwei Stümpfe der alten Bahnhofsbeleuchtung befinden sich im Bereich des Stalls und des Schuppens.
Zwischen Schuppen und Empfangsgebäude ist das ehemalige Gasflaschenlager in den Berg gebaut. 1997 waren hier nur noch alte Mopedteile zu finden.

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