Strecke

IV. Schwarzburg -> www.fvv-schwarzburg.de

Der Bahnhof Schwarzburg wurde im März 1987 zum Haltepunkt zurückgebaut. Er liegt in einer von einer kurzen Zwischengerade unterbrochenen Linkskurve mit ca. 180 Meter Radius. Im Bereich des Bahnhofs Schwarzburg steht der Kilometerstein 7,4.
Das 1900 fertiggestellte Empfangsgebäude ist das aufwendigste der Strecke. Das Dach ist mit farbig glasierten Ziegeln gedeckt. Für die Schwarzburger Fürsten wurde an der Westseite ein extra Anbau errichtet. 1907 wurde die bis dahin zur Straßen- und Bahnsteigseite offene Wartehalle zum besseren Wetterschutz geschlossen und mit Fenstern versehen. Ebenfalls wird ein zweites Gleis als Kreuzungsgleis eingebaut und Signale aufgestellt. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges werden zwei weitere Gleise eingebaut, wobei das eine als Auszieh- und Aufstellgleis und das zweite als Ladegleis dient. Das Ladegleis wurde vorrangig zur Entladung von Kohlen und ähnlichen Gütern zur Versorgung des Ortes genutzt. Auf Grund des Bahnhofsplateaus ist es nur für zwei Wagenlängen ausreichend.
Der Güterschuppen wurde 1909 um 4m und 1930-31 um weitere 6 m erweitert. Zur gleichen Zeit wird eine hölzerne Bahnsteigüberdachung vor dem Güterschuppen angebaut.
Das Empfangsgebäude ist seit dem 1. Juni 1992 geschlossen. Auch der Fahrkartenverkauf wurde eingestellt. Auf Grund des gesunkenen Verkehrsaufkommens wurde das Bahnsteiggleis überflüssig und durch die Herausnahme von je 2 m Schienenprofil am Anfang und Ende des Bahnsteigs 1994 stillgelegt.
Die Ein- und Ausfahrtsweichen sind mit Weichenschlössern verriegelt. Somit ist nur noch das Durchfahrtgleis nutzbar.
Der Hausbahnsteig ist 90m lang, wobei die Bahnsteigkante bereits am vor dem Empfangsgebäude stehenden Stallgebäude beginnt. Der Bahnsteig am Durchfahrgleis hat eine Länge von 183 m und ist über drei Bohlenüberwege vom Hausbahnsteig aus erreichbar. Die Beleuchtung des Bahnsteiges erfolgt durch acht Pilzlampen mit Betonmasten.
Die Ein- und Ausfahrtsweichen sowie das Bahnsteiggleis sind mit Stahlschwellen aufgebaut. Am Durchfahrgleis befinden sich rechts noch drei Spannwerke für die Seilzüge der Ein- und Ausfahrweichen sowie für das Einfahrsignal aus Richtung Rottenbach. Zwei dieser Spannwerke sind mit Betongewichten, das dritte mit Stahlgewichten ausgestattet.

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