Strecke

Die Oberweisbacher Bergbahn - die steilste Bergbahn der Welt

 

An dieser Stelle nur ein kleiner Abriß.

Weiterführende Informationen zu dieser Bahn sind unter  www.oberweissbacher-bergbahn.com zu finden.

 

Am Haltepunkt Obstfelderschmiede (339m ü.d.M.) beginnt die Oberweißbacher Bergbahn um. Mit einer Neigung von 250 ‰ ist sie die steilste Standseilbahn der Welt, mit der auch Regelspurwagen befördert werden können.

An der Talstation fällt eine 8,5m Drehscheibe auf, die die Verbindung der beiden Bahnen bildet. Wie jede Standseilbahn besitzt auch die Oberweißbacher zwei Wagen, die über ein 1435m langes Zugseil Seil miteinander verbunden sind. Die Oberweißbacher Bergbahn besteht nun aus einem Wagen zur Personenbeförderung und einer Güterbühne zum Transport der Güterwagen. Der Personenwagen ist übrigens eine Sonderanfertigung der Firma Heckel (Fahrgestell) und der Waggonbaufabrik Gotha (Wagenkasten). Bis zu Einstellung des Güterverkehrs 1966 wurden regelmäßig Güterwagen von und nach Oberweisbach bzw. Cursdorf befördert.


Die 1,4 km zur Bergstation Lichtenhain (664m ü.d.M.) legt die Bahn in 18 Minuten zurück. Auf der Hälfte der Strecke kommt uns die talwärts fahrende Güterbühne entgegen. In verkehrsreichen Zeiten befindet sich auch auf der Güterbühne ein Personenwagen. Doch keine Angst, die beiden Wagen können auf der bisher eingleisigen Strecke (Spurweite 1800 mm) nicht zusammenstoßen, da sich das Gleis jetzt teilt und jeder Wagen ein eigenes Gleis befährt. Damit die Wagen die Abtsche Weiche (Weiche ohne bewegliche Teile) befahren können, sind bei der Güterbühne die rechten und beim Personenwagen die linken Räder mit Doppelspurkränzen versehen. In Lichtenhain endet die Standseilbahn. Auch hier ist wieder eine 8,5m Drehscheibe, die die Verbindung von Steil- und Flachstrecke herstellt. Die Flachstrecke hat wieder die normale Spurweite von 1435mm, so dass hier keine Spezialfahrzeuge eingesetzt werden müssen. In Lichtenhain, dem Betriebsmittelpunkt der beiden Strecken, steht an einem seperaten Bahnsteig ein mit 600 V Gleichstrom betriebener Elektrotriebwagen, zur Weiterfahrt nach Cursdorf bereit.


Mit ihm fahren wir auf der 2,54 km langen Flachstrecke nach Oberweisbach-Deesbach. Vor dem Haltepunkt ist auf der linken Seite in Fahrtrichtung der im Tal liegende Ort Oberweisbach und auf dem darüerliegenden Hohen Kirchberg (785m) der Fröbelturm zu sehen. Auf der anderen Seite sieht man die Meuselbacher Kuppe (789m), die ebenfalls von einem Turm gekrönt wird. In Oberweisbach wurde 1782 der Pädagoge Friedrich Fröbel geboren, zu dessen Gedenken in seinem Geburtshaus ein Museum eingerichtet wurde. Wenige Minuten nachdem der Triebwagen Oberweisbach verlassen hat, ist auch schon die Endstation der Strecke, Cursdorf, erreicht. Hier machen wir Mittagspause und fahren am frühen Nachmittag nach Bad Blankenburg zurück.

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